PENTHOUSE IN KILCHBERG
VON DER PORZELLANFABRIK ZUM PENTHOUSE
Familie Darchiashvili zog Anfang 2019 in das Penthouse am Zürichsee. Die moderne Überbauung der Zürcher Architektin Sara Spiro steht auf dem Grundstück der ehemaligen Porzellanmanufaktur Schooren. Von 1763 bis 1790 entstand hier unter anderem das berühmte «Einsiedler» Porzellan-Service. Noch bis 1906 produzierte man «Fayencen», danach wurde die historische Liegenschaft als privater Landsitz genutzt. Die modernen Penthouses stehen in spannendem Gegensatz zur alten Fabrik: Viel Glas und Sichtbeton prägen die luxuriös ausgebauten Wohnungen mit Seeanstoss.
WOHNLANDSCHAFT MIT SEESICHT
Zentrales Element im mehrstöckigen Penthouse ist das grosse Wohnzimmer mit Terasse. Hier verbringt die Familie die meiste Zeit. Gewünscht wurde ein grosszügiges Sofa, auf dem alle Platz finden und von dem aus man sowohl fernsehen als auch auf den See blicken kann. Zingg-Lamprecht Innenarchitektin Melanie de Zarobe, die schon Darchiashvilis ehemaliges Haus in Rüschlikon eingerichtet hatte, schlug das flexible Lawrence-Clan-Sofa von Minotti vor. Die Überzüge passen farblich perfekt zum nepalesischen Seidenteppich, den die Familie aus ihrer Heimat Georgien mitgebracht hatte.
GOLD ALS KONTRAST
Um einen Kontrapunkt zur Kühle von Sichtbeton und Glas zu setzen, wurde bei einzelnen Möbeln und Accessoires auf Gold gesetzt. Durch den massvollen Einsatz erzielte die Innenarchitektin eine ausgesprochen elegante Wirkung. Der Arm-Chair Colette von Minotti mit goldenem Rahmen und grauem Bezug passt farblich exzellent zum Teppich. Der Stuhl ist inzwischen Gocha Darchiashvilis Lieblingssessel: «It startet our golden season», meint er lachend. Und: «Melanie de Zarobe hat uns wieder perfekt beraten. Wir vertrauen ihrem Sachverstand und exzellenten Geschmack.»
VON DER ROMANTIK ZUR MODERNE
Zuvor lebten Darchiashvilis in einer viktorianischen Villa in Rüschlikon. Mit dem Umzug in das topmoderne Penthouse brauchte die Familie ein neues Einrichtungskonzept und es mussten bauliche Anpassungen vorgenommen werden. Bei den Umbauarbeiten, welche Zingg-Lamprecht organisierte, entdeckte man hinter einer Wand auch zwei Cheminées, die ins neue Grundrisskonzept integriert wurden und nun im Winter für cosy Ambiente sorgen. Herr Darchiashvili meinte augenzwinkernd: «Wer weiss, vielleicht finden wir noch andere interessante Dinge hinter den Wänden. Wertvolles Porzellan zum Beispiel.»
KUNST UND LICHT
Nathalie Pashiani, Ehefrau von Gocha Darchiashvili, ist Künstlerin. Sie malt leidenschaftlich gerne und hat mehrere Bilder für die Wände ihres neuen Heims kreiert. Licht ist ihr deshalb sehr wichtig. Einerseits soll es die Kunstwerke beleuchten, andererseits in den eher kühlen Räumen für Ambiente sorgen. Eine besondere Herausforderung stellte sich bei der steilen Innentreppe. Die dimmbare Leuchte «14.» von Bocci scheint über den Stufen zu schweben und verbindet das dunkle Untergeschoss perfekt mit dem hellen Obergeschoss.
TISCHE DÜRFEN IN EHRE ALTERN
Wie in allen Familien ist ein grosser Tisch sehr wichtig. Hier wird nicht nur gegessen, sondern auch lebhaft diskutiert. Oft werden auch Freunde und Kunden bewirtet. Verbundenheit und Vertrauen baut man ja bekanntlich am besten beim Essen auf. Der Tisch – eine Re-Edition des Gio-Ponti-Klassikers durch Molteni&C – besticht durch seine einzigartige Form und das dunkle Holz. Die goldenen Messingfüsse sorgen für einen fast verspielten Kontrast. Der Tisch wird nicht mit Tischtuch oder Sets verhüllt, denn die Familie lebt mit und in ihren Möbeln. Herr Darchiashvilis Motto lautet: «We should use our things, they should not use us.»
THE BEST PLACE TO BE
«Das ist der schönste Ort unseres Hauses», schwärmt der Unternehmer über seine Terrasse. Auf der Lounge Florida von Minotti den Sonnenaufgang zu betrachten, ist ein immer wiederkehrendes Highlight für die Familie: See und Berge bilden bei jedem Wetter und zu jeder Tageszeit eine unvergleichliche Kulisse. Gocha Darchiashvili: «Wir fühlen uns in der Schweiz so wohl, weil unser Land sehr ähnlich ist. Berge, Seen und guter Wein.» Sagt’s und öffnet eine Flasche sehr exquisiten Rotwein. Für alle Anwesenden, denn Gastfreundschaft ist in Georgien selbstverständlich und wird sehr gepflegt.