PENTHOUSE IN NEW YORK

Zwei Unternehmerinnen aus Zürich beauftragten Zingg-Lamprecht mit einem Gesamteinrichtungskonzept für ihre Zweitwohnung in New York. Das Penthouse mitten in Manhattan gehörte zuvor einem Musiker der Rolling Stones und wies viele Besonderheiten auf, die es zu berücksichtigen galt. Der Vorbesitzer hegte zum Beispiel eine grosse Vorliebe für Spiegel und Metalle, welche die neuen Besitzerinnen in ihrer Einrichtung berücksichtigt haben wollten. Von der Innenarchitektur über die Lieferung der Einrichtung bis zur schlüsselfertigen Übergabe – Melanie de Zarobe, Innenarchitektin bei Zingg-Lamprecht erbrachte sämtliche Dienstleistungen aus einer Hand.
SPIEGLEIN, SPIEGLEIN AN DER WAND
Ein Penthouse mitten in Manhattan lebt vor allem von der phänomenalen Aussicht auf die Stadt. Grosse, bis zum Boden reichende Fenster lassen viel Licht in die Wohnung, machen das Stellen von Möbeln jedoch nicht einfach. Der runde „Van-Dyck“ Esstisch mit einer Glasplatte nimmt das Spiegelelement der Wohnung auf. Dazu gesellen sich bequeme, gepolsterte „Aston“-Stühle von Minotti in elegantem schwarz-weiss. Im grossen Wandspiegel sieht man die gegenüberliegende Verkleidung aus Nussbaumholz, die einen warmen Kontrast zu den vielen glänzenden Oberflächen ergibt und den Raum grösser erscheinen lässt.
A ROOM WITH A VIEW
Raum mit Aussicht – zutreffender könnte der Titel des Romans von E. M. Forster aus dem Jahr 1908 nicht sein. Zwar spielte die Roman-Geschichte in England und Italien, doch Räume mit Aussicht sind in diesem Penthouse omnipräsent. Die Elemente des Minotti-Sofas wurden mit marineblauen und weissen Bezügen versehen, um der hell-dunklen Farbpalette der Skyline im Hintergrund farblich zu entsprechen. Der „Sullivan“-Beistelltisch von Minotti mit spiegelnden Oberflächen besteht aus einem runden und einem dreieckigen Element mit abgerundeten Ecken. Runde Formen bestimmen die gesamte Einrichtung und bilden einen gewünschten Kontrast zu den eckigen Hochhäusern.
FRÜHSTÜCK AN DER KONSOLE
Kann man sich einen schöneren Frühstücks-Platz mitten in Manhattan vorstellen? Die „Kirk“-Konsole von Minotti, welche direkt am Fenster platziert wurde, dient genau diesem Zweck. Das leichtfüssige Möbel mit einer Platte aus glänzendem Polyesterlack soll ja nicht die Aussicht konkurrieren oder gar verdecken. Unter der Konsole steht ein der Minotti-Hocker „Davis“, auf dem man – dank der Erhöhung – gemütlich die Aussicht geniessen oder sogar arbeiten kann. Der marineblaue, weiche Viskose-Teppich ist «hand tufted» und ebenfalls von Minotti. Er nimmt das Blau des Sofas wieder auf und bricht die Kühle der Marmorböden. Zwei hohe Blumenvasen wurden kurzerhand in stimmungsvolle Windlichter verwandelt.
WEICHE FORMEN ZU HARTEM METALL
Eine weitere Sitzecke befindet sich im ehemaligen Konzertraum des Gitarristen. Auch hier dominieren runde, weiche Formen, sowohl beim Sofa „Seymour“ von Minotti, als auch beim Beistelltisch „Catlin“ mit einer Calacatta-Marmorplatte und goldfarbenem Fuss. Auf diesem Foto ist der Spiegeleffekt besonders gut sichtbar: Der Raum wirkt doppelt so gross, als er in Wirklichkeit ist. Entspannend zu Spiegeln und unterschiedlichen Metallen wirken in der gesamten Einrichtung die schlichten Farben und weichen Materialien von Bezügen aus Samt, Wildleder und Stoff.
PETROL-FARBTUPFER AUS GLAS
Die Besitzer des Penthouses hegen eine grosse Vorliebe für verschiedene, edle Metalle. Melanie de Zarobe suchte deshalb für alle Räume Einrichtungsgegenstände und Dekoartikel mit Elementen aus Kupfer, Chrom, Gold und Silber. Auf der elliptischen Konsole „Raymond“ mit Chromgestell steht eine goldfarbene „Atollo“- Lampe von Oluce, kombiniert mit zwei silbernen Vasen. Der kleine Bell Side-Table hat einen petrolfarbenen, mundgeblasenen Glasfuss und eine in Gold eingelassene Platte aus schwarzem Kristallglas. Sebastian Herkner kreierte diesen Bell-Table 2012 für ClassiCon und er gilt als Meisterwerk traditioneller Handwerkskunst.
TIEFSCHLAF NICHT GARANTIERT
Ob man mit dieser Aussicht vor Augen wirklich schlafen kann? Am Bett kann es nicht liegen, denn es ist ein äusserst komfortables Box-Spring-Bett von Wittmann und das Modell heisst tatsächlich «Manhattan»! Das Kopfteil ist gepolstert, die Bettwäsche von Luiz aus ägyptischer Baumwolle in zurückhaltendem Grau und Beige. Für gemütliches Licht sorgen dimmbare Lampen und natürlich die nie erlöschenden Lichter von Manhattan.